Festhypothek oder SARON: eine Frage des Risikos, nicht der Prognose
Die Wahl wird meist als Wette auf die Zinsentwicklung diskutiert. Das ist sie nicht. Es geht darum, wie viel Schwankung Ihr Budget aushält und wie lange Sie sich binden wollen.
Was die beiden Modelle unterscheidet
- Die Festhypothek fixiert den Zins für die ganze Laufzeit, üblicherweise zwei bis zehn Jahre. Ihre Belastung steht damit auf den Franken genau fest.
- Die SARON-Hypothek folgt dem kurzfristigen Referenzzinssatz des Schweizer Geldmarkts und wird periodisch neu abgerechnet, meist alle drei Monate, zuzüglich einer vertraglich fixierten Marge.
- Ein vorzeitiger Ausstieg aus einer Festhypothek ist teuer: Die Bank verlangt eine Vorfälligkeitsentschädigung, die bei gefallenen Zinsen erheblich ausfallen kann.
- Die SARON-Hypothek lässt sich meist auf das nächste Zinsdatum kündigen, bleibt innerhalb der Rahmenvertragsdauer aber ebenfalls gebunden.
Die nützlichere Frage
Rechnen Sie nicht aus, welches Modell heute günstiger ist. Rechnen Sie aus, was geschieht, wenn der Zins um zwei Prozentpunkte steigt. Bleibt Ihr Haushalt dann tragfähig, ist SARON vertretbar. Wird es eng, kaufen Sie mit einer Festhypothek Planungssicherheit ein, so wie man eine Versicherung kauft.
Eine Aufteilung auf zwei oder drei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten verhindert, dass die ganze Hypothek in einem einzigen, womöglich ungünstigen Jahr erneuert werden muss.
Diese Beiträge geben den Stand des schweizerischen Rechts allgemein wieder und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. Kantonale Regelungen weichen ab. Im Streitfall wenden Sie sich an die Schlichtungsbehörde in Mietsachen oder an eine Anwältin oder einen Anwalt.
