Ratgeber
Mietrecht, Kauf und Umzug in der Schweiz — verständlich erklärt.
Für Mietende
Das Bewerbungsdossier: was wirklich hineingehört
An einer Besichtigung in Zürich sind vierzig Interessenten keine Seltenheit. Die Wohnung vergibt die Verwaltung aber selten vor Ort: Entschieden wird am Abend, wenn jemand die Dossiers durchgeht. Diese Checkliste zeigt, was erwartet wird, was Sie weglassen dürfen und was besser gar nicht erst mitgeht.
6 Min. LesezeitBetreibungsauszug bestellen: Kosten, Dauer, Fallstricke
Kein Dokument hält so viele Bewerbungen auf wie dieses, meist weil es zu spät oder beim falschen Amt bestellt wurde. Der Auszug kostet 17 Franken, ist in wenigen Tagen da und lässt sich online anfordern.
4 Min. LesezeitMietkaution: was Art. 257e OR erlaubt und was nicht
Bei der Kaution wird am häufigsten zu viel verlangt, und um sie wird am längsten gestritten. Dabei ist das Gesetz ungewöhnlich klar: höchstens drei Monatsmieten, auf einem Konto, das auf Ihren Namen lautet.
5 Min. LesezeitAnfangsmietzins anfechten: 30 Tage, und wie sie laufen
Wer eine Wohnung zu einer deutlich höheren Miete übernimmt als der Vormieter, kann den Anfangsmietzins anfechten. Die Frist ist kurz, das Verfahren kostet nichts, und in Kantonen mit Formularpflicht stehen die Chancen gut.
6 Min. LesezeitKündigen und früher ausziehen: die Nachmieter-Regel
Ordentlich kündigen heisst meist drei Monate auf einen ortsüblichen Termin. Wer früher gehen möchte, kommt mit einem zumutbaren Nachmieter vorzeitig aus dem Vertrag, sofern die Form stimmt.
5 Min. LesezeitWohnungsübergabe: das Protokoll entscheidet über die Kaution
Die Übergabe dauert eine halbe Stunde und entscheidet, ob Sie die Kaution vollständig zurückbekommen. Es zählt, was im Protokoll steht, und was der Vermieter danach überhaupt noch geltend machen kann.
5 Min. LesezeitFür Kaufende
Tragbarkeit und Eigenmittel: die zwei Zahlen, an denen es scheitert
Ob eine Bank finanziert, entscheidet sich fast immer an zwei Rechnungen: zwanzig Prozent Eigenmittel und eine kalkulatorische Tragbarkeit von etwa einem Drittel des Bruttoeinkommens. Beide fallen strenger aus, als die meisten erwarten.
6 Min. LesezeitFesthypothek oder SARON: eine Frage des Risikos, nicht der Prognose
Die Wahl wird meist als Wette auf die Zinsentwicklung diskutiert. Das ist sie nicht. Es geht darum, wie viel Schwankung Ihr Budget aushält und wie lange Sie sich binden wollen.
5 Min. LesezeitPensionskasse und Säule 3a fürs Eigenheim: Vorbezug oder Verpfändung
Vorsorgegeld darf für selbstbewohntes Wohneigentum eingesetzt werden, als Vorbezug oder als Verpfändung. Die beiden Wege sehen ähnlich aus und wirken sich sehr verschieden auf Steuern, Rente und Risikoschutz aus.
6 Min. LesezeitHandänderungssteuer: derselbe Kauf, je nach Kanton Zehntausende teurer
Die Handänderungssteuer ist kantonal, teils kommunal geregelt und bewegt sich grob zwischen null und gut drei Prozent des Kaufpreises. Wer sie erst beim Notartermin einrechnet, hat zu spät gerechnet.
4 Min. LesezeitNotar und Grundbuch: wann die Wohnung wirklich Ihnen gehört
Ein unterschriebener Kaufvertrag macht Sie noch nicht zum Eigentümer. Eigentum an einem Grundstück entsteht erst mit dem Eintrag im Grundbuch, und gültig ist der Vertrag nur, wenn er öffentlich beurkundet wurde.
5 Min. LesezeitFür Vermietende
Die Marktmiete ansetzen, ohne angreifbar zu werden
Wer zu tief ansetzt, verliert über Jahre hinweg Geld. Wer zu hoch ansetzt, hat langen Leerstand oder eine Anfechtung des Anfangsmietzinses am Hals. Beides lässt sich mit derselben Vorbereitung vermeiden.
5 Min. LesezeitDer hypothekarische Referenzzinssatz und was er für die Miete auslöst
Der Referenzzinssatz ist der einzige Zinssatz, der direkt auf Schweizer Mietverhältnisse durchschlägt. Steigt er, darf die Miete erhöht werden; sinkt er, kann der Mieter eine Senkung verlangen. In beiden Richtungen gelten dieselben Regeln, und beides wirkt erst auf den nächsten Kündigungstermin.
5 Min. LesezeitDossiers prüfen: gründlich und trotzdem datenschutzkonform
Sie dürfen prüfen, ob jemand die Miete tragen kann. Alles zu fragen, was interessant wäre, dürfen Sie nicht. Die Grenze verläuft bei der Erforderlichkeit, und sie wird in der Praxis regelmässig überschritten.
5 Min. LesezeitPflichten als Vermieter: Unterhalt, Nebenkosten, Zutritt
Die meisten Streitigkeiten entstehen nicht beim Mietzins, sondern bei drei Alltagsfragen: Wer repariert was, was darf abgerechnet werden, und wann darf der Vermieter die Wohnung betreten.
5 Min. LesezeitUmzug
Die 8-Wochen-Checkliste für den Umzug
Ein Umzug scheitert selten am Transport, sondern an Fristen: Kündigung, Ummeldung, Versicherungswechsel und Übergabe hängen voneinander ab. Diese Liste ordnet sie danach, wann sie erledigt sein müssen.
6 Min. LesezeitUmmelden bei der Gemeinde: Fristen, Unterlagen, Kosten
Die Anmeldung am neuen Wohnort ist obligatorisch und fristgebunden. Wer sie verpasst, riskiert eine Ordnungsbusse und verzögert alles, was daran hängt: Steuern, Krankenkasse, Serafe und die Bewilligung.
4 Min. LesezeitStrom, Internet und Serafe an der neuen Adresse
Drei Anmeldungen, die nach ganz unterschiedlichen Regeln funktionieren: Den Strom liefert der lokale Versorger, das Internet der Anbieter Ihrer Wahl, und die Serafe-Rechnung kommt von selbst, ob Sie sich melden oder nicht.
4 Min. LesezeitHausrat- und Privathaftpflichtversicherung beim Umzug
Beide Policen sind an Adresse und Wohnfläche gebunden. Wer den Umzug nicht meldet, riskiert im Schadenfall eine Kürzung. Und ohne Privathaftpflicht bekommt man in der Praxis ohnehin kaum eine Wohnung.
4 Min. LesezeitDiese Beiträge geben den Stand des schweizerischen Rechts allgemein wieder und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. Kantonale Regelungen weichen ab. Im Streitfall wenden Sie sich an die Schlichtungsbehörde in Mietsachen oder an eine Anwältin oder einen Anwalt.
